„Kirchlicher Segen“ für Pro-Köln-Veranstaltung?

…so kann man es natürlich auch darstellen:

Besonders froh sind wir zudem über die Zusage einer evangelischen Pfarrerin, zu Beginn der öffentlichen Hauptkundgebung am Samstag eine christliche Besinnung durchzuführen und anschließend einen Segen für alle Kongreß-Teilnehmer auf Deutsch. Englisch, Französisch und Italienisch zu spenden […] Wir werden friedlich und mit kirchlichem Segen unsere legitimen demokratischen Grundrechte wahrnehmen. (pro-köln-website)

Die Katholiken im Erzbistum sehen das wohl anders:

Als Christinnen und Christen lehnen wir die Ideologie der „Pro“-Gruppierungen ab, denn „nach dem Plan Gottes ist jeder Mensch gerufen, sich zu entwickeln, weil das Leben eines jeden Menschen von Gott zu irgendeiner Aufgabe bestimmt ist. Daher ist, was immer „zum Leben selbst im Gegensatz steht (…), was immer die Unantastbarkeit der menschlichen Person verletzt (…) in höchstem Maße ein Widerspruch gegen die Ehre des Schöpfers.“ (Pastoralkonstitution Gaudium et Spes; Nr. 27) (Gemeinsame Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Verbände im Erzbistum Köln)

Als kleine Zugabe noch das Zweite Vatikanische Konzil zu Muslimen

Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde (5), der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.

Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen. (vatican.va)

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